15. 05. 2018
von Jana Edzards

Hier sind Mitarbeiter zu 100 Prozent zufrieden

WILDESHAUSEN Aus seiner Dankbarkeit machte Wilhelm Hoffrogge, Gründer und Geschäftsführer der Wildeshauser Software-Schmiede Hoffrogge GmbH, keinen Hehl. „Der Preis hat eine hohe Bedeutung für uns. Und er fördert das Wir-Gefühl.“ Darum habe er noch unmittelbar vor der Veranstaltung seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informiert und in leuchtende Augen gesehen, sagte Hoffrogge. Gerade hatte er aus den Händen des MIT-Vorsitzenden Ingo Hermes den Wildeshauser Wirtschaftspreis, symbolisch verkörpert durch eine glänzende Skulptur namens „Triumph“, erhalten.

Wildeshauser Wirtschaftspreis geht an Software-Schmiede

Keine Frage: Mit der Hoffrogge GmbH hat die Jury einen würdigen Preisträger gefunden. Das wurde spätestens deutlich, als Andreas Schalk, bayerischer CSU-Landtagsabgeordneter aus der Partnerstadt Ansbach, im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Mittelstandsvereinigung (MIT) am Freitagabend in der Scheune auf Gut Altona das 2001 gegründete Unternehmen würdigte. Klein gestartet, beschäftige Hoffrogge mittlerweile 50 Mitarbeiter. Die Frauenquote liege bei 44 Prozent. Seit der Unternehmensgründung wurden 36 junge Menschen ausgebildet; aktuell liege die Zahl der Azubis bei neun.

Richtiger Platz

Das Unternehmen biete seinen Kunden maßgeschneiderte Software-Lösungen an. Erstes Ziel sei es, den Konsumenten in Geschäften des Einzelhandels die richtigen Produkte am richtigen Platz anzubieten. Hoffrogge arbeite mit den Großen der Branche zusammen: beispielsweise mit Mondelez, Coca-Cola, Shell oder Unilever. Standorttreue sei für den Wirtschaftspreisträger ein wichtiges Kriterium. Die Mitarbeiterzufriedenheit liege bei dem unglaublichen Wert von 100 Prozent, wie eine Umfrage ergab. Es gebe flexible Arbeitszeitmodelle, Team-Events, eine attraktive Altersvorsorge und sogar einen Fitnessraum in der Firmenzentrale im Spascher Sand Resort.

„Das Unternehmen hat eine Vorbildfunktion“, so der 34-jährige Schalk, der mit seinem Abgeordneten-Mandat kokettierte. „Es ist für einen Politiker eher untypisch, dass er über Dinge spricht, von denen er nichts versteht.“ Der kräftige Applaus der mehr als 200 Gäste war dem gelernten Betriebswirt sicher. Schalk, der zum ersten Mal in Wildeshausen zu Gast war, würdigte die Rolle des Mittelstands.

Hoffrogge dankte in seiner Rede seinen Mitarbeitern, Friederike Taske und Maik Amelmann aus der Geschäftsführung, Personalleiterin Nina Weißflog und seiner Ehefrau Marjan. Das Team mit einem Durchschnittsalter von 29 Jahren stelle „eine grandiose Leistung“ auf die Beine. Zugleich erinnerte er daran, dass eine gute Unternehmenskultur nicht vom Himmel falle. Wildeshausen sei ein starker Wirtschaftsstandort, an dem man „gut leben und arbeiten“ könne. Der Wirtschaftspreis sei Ehrung und Ansporn zugleich. Hoffrogge lud zur Information in die Firma ein.

Zerschossene Tüte

Das Team des Hotels Gut Altona servierte leckeren Dötlinger Spargel, mit Schinken, Schnitzel und Lachs. Für beste Unterhaltung sorgte Comedian Johannes Flöck, der Ausschnitte seines Programms „Verlängerte Haltbarkeit“ präsentierte. Der 50-jährige Kölner nahm die Tücken des Alters ins Visier und schilderte das Training mit elektrischer Muskelstimulation (EMS) sowie den Besuch bei einer Kosmetikerin: „Ich sah aus wie eine zerschossene Tüte Chips.“ Flöcks Fazit zum Älterwerden: „Mein Kopf macht Vorschläge, die kann mein Körper nicht mehr erfüllen.“

Quelle: NWZ | Text: Stefan Idel

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